Nach der letzten Gemeindevertretersitzung muss man feststellen; der Geist der Klimakommune ist auch nach der Wahl der neuen Gemeindevertretung immer noch in der Flasche. Wer dachte ein neuer Bürgermeister mit NABU-Wurzeln kann einen Geist freisetzen, der die richtigen Wünsche wahr werden lässt, hat sich leider getäuscht. Unter dessen Egide wurden aktuell „Bausünden“ aus vergangenen Jahren „Auf dem Hofacker“ legitimiert und einige naturschutzrechtlichen Vorgaben aus der Bauleitplanung von 1988 geschliffen. Heute wären die Anforderungen eher höher. Aber nicht in Selters.
Obwohl – Selters die Klimakommune.
Das PV-Projekt am Hambacher Berg wurde vom Vorstand gekippt und das geplante in Münster von einer Mehrheit der Gemeindevertretung ebenfalls. Verbindliche offizielle Ziele, und auch selbst gesteckte (,mehrheitlich beschlossene) „Klimaziele“ werden scheinbar leichtfertig vom Tisch gewischt. Gleichzeitig mit den mehrheitlichen Beschlüssen, mögliche Einnahmequellen im Bereich der regionalen Energieerzeugung zu erschließen, in die Tonne zu befördern, werden neue desaströse Zahlen zur Finanzierung unserer KITAs vorgelegt. Die gemeindlichen Finanzen sind knapp und gemäß Vorschlägen der Verwaltung sollen die Elternbeiträge erheblich angehoben werden. Wie das zusammen passt, können wahrscheinlich nur die erklären die solche Entscheidungen treffen. Aber die einen Investoren freut es, weil sie wieder einmal von Auflagen und Anforderungen befreit werden. Die Investoren, die sich für erneuerbare Energien in unserer Enklave engagieren, stellen wieder einmal fest, dass Planungssicherheit in Selters nicht zu finden ist. Da müssen wir wohl warten, bis Investoren die privilegierten Flächen an Bahn und Autobahn entdecken und feststellen, dass es auch ohne Zutun und Beteiligung der Gemeinde geht. Hilfreiche Einnahmen bringt dies aber auch nicht. Wir könnten auch selbst aktiv werden, aber die die wollen sind zu wenige.
Naturschutzrechtlich Vorgaben die bereits 1988 als sinnvoll erachtet wurden, erscheinen den heute Entscheidungsbefugten als überzogen, obwohl die Anforderungen heute höher sind. Wer in der Presse von notwendigen Hitzeschutz ließt, wird festellen, dass in Selters große versiegelte Flächen als zeitgemäß angesehen werden und Grünflächen und Bäume eher bei andere Kommunen Sinn machen könnten.
Die Nabu und andere Naturschutzorganisationen sehen andere Anforderungen beim Naturschutz und auch bei der Energiewende durch die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien in den Gemeinden.
Zumindest dies kann jede Bürgerin und jeder Bürger unterstützen.
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/naturschutz/europa/haendeweg.html
Sollte es Ihr Interesse geweckt haben, schauen Sie was in anderen Kommunen möglich ist.