Selters hat bereits einiges für Ökologie und Nachhaltigkeit getan.
Die meisten lieben den Wald, schätzen den großen Waldbestand und die herrliche Landschaft in der Gemeinde.
Aber auch hier sorgen Klimaänderungen, Unwetter, Schädlinge für Wehmutstropfen.
Ohne aktive Unterstützung, Nachpflanzungen und Schutz von Lebensräumen wird sich der negative Trend verstärken.
Über ein Viertel unserer Waldflächen sind bereits geschädigt oder sogar baumfrei.
Flora und Fauna brauchen Hilfe, um uns weiterhin erfreuen zu können.
Viel geplante und durchgeführte Maßnahmen aus der Vergangenheit wurden leider nicht vollständig umgesetzt oder auch ungenügend dokumentiert.
Unser Ansatz und die Hoffnung bestehendes zügig und effizient weiter auszubauen, scheiterte bisher an der Realität.
Für nachhaltige Grünflächenpflege fehlen wichtige Kenntnisse, notwendige Hilfsmittel und sogar eine Übersicht über taugliche Flächen.
Für ein „Trittsteinkonzept“ und Ergänzung von Biotopflächen fehlt eine Bestandsdokumentation.
Ob Ausgleichsflächen wie einmal vorgesehen umgesetzt wurden, und wo diese alle liegen, kann nicht berichtet werden.
Verschwundene Feldwege waren vor Jahren einmal Thema, aber es seien Lösungen gefunden, und Ausgleichmaßnahmen festgelegt worden.
Den Status zu den Lösungen und Ausgleichsmaßnahmen finden aber niemand mehr. Jetzt soll das Thema nochmals aufgelegt werden.
Bei der Walderneuerung wird stark auf Naturverjüngung gesetzt, was aber nicht zu einem notwendigen Waldumbau (geeigneteren Baumarten) führt.
Starke Verbuschung und Fress- und Schälschäden durch eine sehr große Wildpopulation sind weitere Herausforderungen.
Eine weiter stark rückläufige Insektenpopulation erfordert mehr Blühflächen und geschützte Lebensräume.
Notwendige Grundlagen, die eigentlich schon vorhanden sein müssten, es aber nicht sind, oder seit Jahren und Jahrzehnten nicht aktualisiert wurden, müssen dringendst nachgepflegt werden, damit dringend anstehende, weitere Schritte gegangen werden könnten.
Hier gibt es mehr zu tun, als in unserer vielfälligen und schönen Lebensräumen zu erwarten gewesen wäre.
Leider wurde in der Vergangenheit zu viel schleifen gelassen, was eine Weiterentwicklung aktuell extrem behindert.
Intakte Lebendräume sind Grundlagen für weitere Generationen.
„Fortschritt bedeutet, dass nach uns Generationen leben können, ohne es schlechter zu haben „[Britta Marakatt-Labba]
Selters kann es besser.
Wir setzten uns dafür ein.
