ATOMKRAFT -echt jetzt- immer noch nichts gelernt?

Anlässlich des 40-zigsten Jahrestages der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl gibt es in allen Medien vielfällige Möglichkeiten sich über die Risiken der Kernkraft zu informieren. Auch werden Erinnerungen an die weltweiten gesundheitlichen Folgen geweckt, und nochmals deutlich gemacht, dass es auch in Deutschland immer noch Lebensmittel mit erheblicher Strahlenbelastung gibt. Wenn man sich Halbwertszeiten und negativen Eigenschaften der verschiedenen Strahlungen bewusst macht, ist dies kein Wunder; auch wenn dies meist die Vorstellungskraft überfordert. Die Informationen über die kleinen und großen Zwischenfälle mit Austritten von radioaktiven Stoffen, sowie die Berichte über die vielen Toten, gesundheitlich Geschädigten, Erbgutschäden und regionalen Anstiegen von Krebsleiden sollten aber eindeutige Rückschlüsse zur Gefährlichkeit liefern. Allein die Störfälle in Tschernobyl und Fukushima (2011) sollten Warnung genug sein. Aber der Mensch verdrängt und vergisst gerne. Kernkraft hat eine sehr lange Geschichte in unserem Land.
In die Entwicklung, Umsetzung und Entsorgungsfragen wurden sehr viele Steuergelder investiert, was gerne vergessen und nicht in die Energiekosten eingerechnet wird. Obwohl seit 1961 Atomstrom in Deutschland erzeugt wird, konnte in dieser Zeit kein Endlager für den verstrahlten Müll gefunden werden. Der Beschluss in 2011 aufgrund der Ereignisse in Fukushima aus der riskanten Kernkraft auszusteigen, hat zwar den Ausstieg beschleunigt, nicht aber die Endlagersuche. Das Zieljahr 2031 zur Festlegung der „Endlagerung“ wird aktuell als zu ambitioniert gesehen und eine Fertigstellung für 2074 in Aussicht gestellt.

Zwischenzeitlich gibt es Meldungen, dass „Zwischenlager“ (marodes Atommülllager Asse) aufgrund auftretender Probleme umgelagert werden sollten, was aber auch nicht schnell geht.

Dem radioaktiven Müll ist es egal, der strahlt noch Jahrzehnte.

Die Kosten werden wohl aus Steuermitteln bestritten werden, aber den Strompreis nicht belasten.

Danke

Und jetzt kommen Experten und sagen – weiter so- !

Ich stelle mir vor, dass überall wo Windkraftanlagen keine Akzeptanz finden, zukünftig Kleinraktoren (Small Modular Reactor) zur Energieversorgung aufgestellt werden und verursachergerecht die radioaktiven Abfälle auch in diesen Regionen eingelagert werden. Je nach Lagerort, könnte man dort auch noch CO2 einlagern (Carbon Capture and Storage), anstatt dieses zu Vermeiden.

Wer denkt sich solche Konzepte aus?

Scheint dort keine Sonne und weht dort kein Wind ?

Sind es vielleicht die gleichen die sich auch nicht für Energieeffizienz einsetzen, und Fördermaßnahmen zur Beschleunigung der Energiewende zusammenstreichen?